Munchmuseet, MM K 2326
MM K 2326, Munchmuseet. Datert 16.08.1920. Brev fra Curt Glaser.
Forklaring av tegn og farger i visningen
NB: Kombinasjoner av virkemidlene forekommer!
Munchs skrevne tekst
overstrøket tekst
Munchs skrevne tekst
Munchs skrevne tekst
tekst skrevet av andre enn EM selv
store strykninger gjort med strek, kryss el.l.
fet tekst er trykt tekst
{overskrevet tekst}
\tilføyd tekst i linjen/
tilføyd tekst over linjen
tilføyd tekst under linjen
lakune/uleselig tekst merkes med ...
‹uklar/vanskelig leselig tekst›
endring av rekkefølgen på ord
Billederne forhåbentlig2 bliver1 god
Lieber Herr Munch!
Herzlichen Dank für Ihren
Brief und Ihre freundlichen
Bemühungen bei Herrn Swan-
ström. Ich bin nur erstaunt,
daß ich auf mehrere, auch
eingeschriebene Briefe niemals
eine Antwort erhielt. Nachdem
wir im vorigen November über
alles übereingekommen waren,
hätte ich wenigstens gern von
ihm gewusst, woran es liegt,
daß inzwischen nichts gescheh
konnte. Von Jappe Nielsen
hatte ich einmal einen
Brief, in dem er mir sch
meine Sprache sei ihm zu schwer.
Das tut mir leid. Aber es wäre
ja wohl jemand anders zu finden
gewesen. Auch konnte ich selbst da-
für einige Vorschläge machen. Daß
es Jappe Nielsen gesundheitlich nicht
gut geht, bedauere ich sehr. Wenn
Sie ihn sehen, sagen Sie ihm bitte
meine besten Wünsche.
Aus unserer Reise nach Norwegen
ist ja in diesem Sommer leider nichts
geworden. Wir wollen nun Mitte
September nach Italien. Hoffentlich
können Sie Ihre Reise so einrichten,
daß Sie vorher hier sind. Wir
würden uns beide ganz ausseror-
dentlich freuen, Sie hier zu sehen.
Schlafwagen sind ja nicht leicht zu
bekommen. Aber ich habe mich ver-
gewissert, daß es mir möglich sein
wird, Ihnen durch amtliche Bezie-
hungen, die ich habe, einen Platz zu
verschaffen. In dieser Hinsicht können
Sie also außer Sorge sein. Und sonst
brauchen Sie auch nichts zu be-
fürchten. Die Verhältnisse hier sind
ganz gut. Zu essen bekommen Sie
überall. Die Hotels sind nicht mehr
so überfüllt, und die Bahnen, die
auch nicht mehr voll sind, verkehren
so pünktlich wie im Frieden.
Cassirer erwidert Ihre Grüße und
hofft sehr, daß die Ausstellung doch
noch einmal zustande kommt.
Man kann ja darüber sprechen, wenn
Sie hier sind. Kommen Sie nur.
Es wird Ihnen sicher gut sein, ein-
mal wieder etwas von Europa zu
sehen, und vielleicht treffen wir
uns auch noch eines Tages in Rom.
Jedenfalls schreiben Sie mir recht-
zeitig oder telegrafieren Sie, wenn
ich hier irgend etwas für Sie be-
sorgen soll.
Mit herzlichen Grüßen, auch
von meiner Frau
Ihr
Curt Glaser